Robert B. Fishman

Profilbild Robert B. FishmanEin altes Mütterchen singt mir in einem moldawischen Dorf spontan das Lied von der Loreley ins Mikro, eine Sesiun in einem Edinburgher Pub mit Menschen, die zeigen, wie sehr sie ihre Musik lieben oder ein junger Israeli, der mir erklärt, warum er lieber in den Knast geht, als in den besetzten Gebieten Militärdienst zu leisten. Radio ist für mich ist das authentischste aller Medien: Atmos, Klänge, O-Töne vermitteln Stimmungen dichter und näher als Texte und Bilder. Dafür brauche ich nur ein kleines Aufnahmegerät und ein Notizbuch. Leider werden die guten Sendeplätze immer weniger. Für den  „Atlas“ auf DRS2 habe ich Sendungen voller Stimmungsbilder produziert, für die Kulturhauptstadt-Spezials des Corso im Deutschlandfunk viele, viele Beiträge. Beides wie so viele gute Sendungen: eingestellt. Alles soll noch kürzer werden: „Höchstens 5 Minuten.“ Aufgeben will ich trotzdem nicht.  Hin und wieder finde ich immer noch ein Plätzchen im Deutschlandradio, auf WDR5 oder im BR für ein Stück, das die Hörer wirklich mitnimmt in Welten anderer Menschen. Noch gibt es jenseits der 1:30 Quickies großartiges Radio exzellenter Auor/inn/en: mir ein Vorbild und ein Ansporn. Danke!

Robert B. Fishman, ecomedia. das journalistenbuero

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